Mittwoch, 2. September 2009

Der feine Unterschied mit Tube-Tech SMC 2B und Studer A 80
















Es sind zwei Geräte, die maßgeblich für den Sound von www.mastering-online.com bestimmend sind.
Das sind zum Einen der analoge Multibandkompressor mit Röhren Technologie Tube-Tech SMC 2B und zum Anderen die analoge Bandmaschine Studer A80.
Im Folgenden beschreibe ich, was diese Geräte leisten und wie wir sie einsetzen.

Mit einem Multiband Kompressor ist es möglich verschiedene Frequenzbänder unterschiedlich stark zu komprimieren. Das ist sehr sinnvoll, denn es werden zunächst die Frequenzen als erstes und damit am stärksten komprimiert, die am lautesten sind bzw. den höchsten Pegel haben. Das sind naturgemäß meistens die tiefen Frequenzen zwischen ca. 40 und 400 Hz. Bei einem „normalen“ Kompressor wird die Kompressionsrate und der Threshold der Kompression für das komplette Frequenzspektrum von dem Pegel der Bassfrequenzen bestimmt.
Der Tube Tech besitzt drei Frequenzbänder, dessen Grenzfrequenzen einstellbar sind.
Ist nun ein Titel zu bearbeiten, der einen sehr hohen Bassanteil besitzt, kann man die Bassfrequenzen
komprimieren, ohne dass der Pegel des mittleren und des hohe Frequenzbereiches mit verändert wird. Die Verstärkung des Pegels, die durch die Kompression ermöglicht wurde, wird mit einer Röhrenschaltung realisiert. Bei dem Tube Tech gibt es nun für jedes Frequenzband eine separate
Regelung der Verstärkung. Das bedeutet, dass es einen Pegeleinsteller für den Bassbereich, einen für die Mitten und einen für die hohen Frequenzen gibt. Das Ganze ist also nichts anderes als ein drei bandiger Equlizer mit 6 dB pro Oktave veränderbaren Grenzfrequenzen.
Ich setze diese Gerät nicht in erster Linie ein, um Lautheit zu gewinnen, sondern als einen
dynamischen Equlizer. Ich hebe und senke nicht statisch, wie bei einem herkömmlichen Equlizer einzele Frequenzen an, sondern die zu bearbeitende Frequenz wird erst dann reduziert, wenn sie einen bestimmten Schwellwert überschritten hat.
Besipiel: Es gibt ein Problem mit dem Bassbereich eines Titels. Eigentlich ist der Bass zu schwach, leider kann ich ihn aber nicht anheben, da es eine Stelle in jedem Refrain gibt, an der eine Bassresonanz mächtig dröhnt. Nun kann ich den Threshold des Tube Tech so einstellen, dass nur an dieser einen Stelle der Bass komprimiert wird, und ich kann gleichzeitig den Gesamtpegel des tiefen Frequenzbandes anheben. So erhalte ich ein ausgewogeneres Klangbild.

Nun ist es mit dem Tube-Tech möglich, massiv auf die Lautstärke Verhältnisse einzelner Instrumente eines Titels Einfluss zu nehmen.
Das tue ich aber nur in „Notfällen“, denn ich habe natürlich Respekt vor dem Originalklang einer Produktion.
Ich setze den Tube Tech vor allem ein, um einzelne Instrumente oder Stimmen, die nach oben aus dem Playback fallen, wieder in den Gesamtklang zu integrieren. Das hat zur Folge, dass der Klang, wie es meine Kunden gern formulieren „aufgeräumter wird“. Mit nur kleinen Eingriffen, Kompressionen von 2-3dB, die ich durch Pegelanhebung des entsprechenden Frequenzbandes wieder anhebe, forme ich den Klang zu etwas Besonderem, denn die Verstärkung mit Röhren gibt dem Klang zusätzlich einen gewissen Glanz und Wärme.

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Mit Einsatz unserer analogen Studer A 80 Bandmaschine
schlägt der Mastering Prozess ein ganz bestimmte Richtung ein.
Der zu masternde Titel wird analog auf Magnetband aufgezeichnet und
mit einer Verzögerung von einer zehntel Sekunde wiedergegeben.
Die klangliche Beeinflussung entsteht durch die Aufzeichnung auf das Magnetband.
Die elektrische Energie, die das Audiosignal abbildet, wird ein eine magnetische Energie gewandelt und vom Wiedergabekopf wieder zurückgewandelt.
Subjektiv entsteht dabei der Eindruck, dass die ehemals einzelnen digitale Bits zu einem ganzen homogenen Feld zusammen gefügt werden. Es ist also ein
zusätzlicher Vorgang, um aus dem einst digital erzeugten Klang einen analogen homogenen Sound zu generieren.
Die Bandsättigung ist ein populäres Thema im Umgang mit analogen Bandmaschinen.
Dabei geht es um eine Kompression die entsteht, wenn man einen sehr hohen Pegel auf das Magnetband zeichnet. Da die Magnetisierung eines Bandes eine bestimmte Obergrenze hat, legt man den Arbeitspunkt bewusst darüber. Wenn der magnetische Fluss nicht mehr proportional zum ansteigenden Pegel zunimmt, entsteht die berühmte Bandsättigung.

Sonntag, 30. September 2007

Hörtest unterschiedlicher digitaler Audioformate

Um zu hören, wie sich die verschiedenen digitalen Audiformate unterscheiden,
habe ich folgendes Experiment durchgeführt:
Ich habe einen Titel auf Vinyl in guter Qualität, mit großer Dynamik ausgewählt
und ihn mit 96 Khz in 24 Bit in einen Rechner aufgezeichnet.
Danach habe ich das Original File in 3 verschiedene Formate gewandelt.
1. MP3 128 kbps
2. PCM 44,1 Khz 16 Bit
3. MP3 192 kbps
Danach habe ich alle drei Files wieder zurückgewandelt, um sie zumindest technisch nicht mehr von einander unterscheiden zu können.
Dabei sollte klar sein, dass ein File mit einer Kodierung in eine geringe Bitrate und hohe
Datenkompression durch eine Wandlung in ein hochauflösendes Format keine Klangverbesserung erfährt.
Zu sehen ist also als Datenformat 96 KHz 24 Bit, zu hören z.B. ein MP3 File mit 128 kbps.
Das vierte File ist das Original 96 KHz 24 Bit File .

Um die Spannung zu erhöhen, habe ich die Reihenfolge der Files vertauscht.
Welches File ist welches Format gewesen ?

www.mastering-online.com/ftp/Beispiel_A.wav

www.mastering-online.com/ftp/Beispiel_B.wav

www.mastering-online.com/ftp/Beispiel_C.wav

www.mastering-online.com/ftp/Beispiel_D.wav

Fragen oder/und Antworten bitte an
info@mastering-online.com

Zu gewinnen gibt es meinen Respekt ! und
ein Paar Tennissocken.

Viel Spaß beim hören/raten

Montag, 26. März 2007

Vielen Dank

Hier ist der richtige Ort mich für das Vertrauen der Kunden zu bedanken.

Die Webseite ist seit August 2005 aktiv. Seit dieser Zeit haben wir für mehr als 1000 Kunden aus allen Ecken dieses Planeten arbeiten dürfen, was uns sehr glücklich macht.
Und weil es so einen Spaß macht führe ich hier einige Länder auf, aus denen unsere Kunden kommen (in loser Reihenfolge):

USA, Malaysia, Großbritannien, Italien, Irland, Französisch-Guayana, Kanada, Spanien, Schweiz, Ecuador, Norwegen, Dänemark, Österreich, Vereinigte Arabische Emirate,China, Portugal,
Finnland, Niederlande, Belgien, Italien, Trinidad und Tobago, Irland, Albanien, Südafrika,
Russland, Puerto Rico, Venezuela, Nigeria, und natürlich mehr als 200 Kunden aus Deutschland.
Nun gehen wir dem eintausendsten zu masternden Titel entgegen.


Hier einige Kunden-Stimmen:


Hallo Herr Noltemeyer,

habe mir gerade den Track angehört und muß feststellen:

Ihre Arbeit übertrifft meine kühnsten Erwartungen.!!!
Großes kompliment an dieser Stelle
Als erstes: Vielen Dank für das sehr gute mastering, meines Songs...ich habe es heute erhalten und kann nur sagen...exzellent!
Freue mich im voraus, auf unsere nächste Zusammenarbeit. Es versteht sich von selbst,
das ich sie, weiter empfehle...

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Hello Stefan !!!

Thank you very Much !!!

YOUR THE BEST !!!

I'm comming back very very soon Loyal Friend !!!

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Habe
ich habe das Material bereits erhalten und gründlich angehört. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zu frieden.

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home run, yes yes yes

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Thanks for your fantastic Service.


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Vielen Dank für das super Mastering, welches dem Tune noch die nötige Wärme
und Tiefe verleihen hat - und natürlich den finalen Druck! ;-)

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Ich bin sehr beeindruckt und ich kann nur sagen, das Mastering ist wirklich sein Geld
wert und ich werde "Mastering-Online" unbedingt weiterempfehlen!

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Nach mittlerweile über einem Monat bin ich nach wie vor zufrieden mit
Ihrer Arbeit und kann Sie nur weiterempfehlen.


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Hi Stefan,

zanx so much, of course i like the sound !
i send you, in a few days two other songs...

best regards from france

Thank you very much, Stefan, this is exactly that i was thinking. It
sound wonderfuly

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hallo,

ich möchte mich nochmals bedanken für ihr gutes mastering. Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht. Ich werde sicherlich schon bald wieder auf Sie zurück kommen. Vielleicht haben Sie noch ein paar Tipps, wie man noch bessere Qualität rauhohlen kann oder was ich beachten muss, damit gutes Mastering vorausstzbar ist.

Ich freue mich auf die nächste Zusammenarbeit!

Mit freundlichen Grüßen
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Hi Stefan

Herzlichen Dank für dein Alternativmastering.
Wie du am Telefon bereist gesagt hast, ist die Frage ob man für den Musikstil
das Mastering eher neutral behält oder mit mehr Glanz wie beim 2.

Bin mit beiden Masterings sehr zufrieden.
Herzlichen Dank nochmals


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yeeeessss!!! goooooiilll!

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We are very pleased with the worked you have done.
The sound was excellent, with power, even with the -0,3dB master we've sent.

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Dickes Lob!!!!!!!!!!!!!!!!!! Top Sound...so wie ich das wollte....am letzten
Ende des Tracks, kickt er nochmal so richtig rein....gerne wieder

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hi stefan.
nochmals besten dank für deinen topjob! ich werde in zukunft einiges
bei dir realisieren!

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wollte Ihnen nur kurz mitteilen, dass ich mit dem Master sehr
zufrieden bin. Vielen herzlichen Dank und bis zum nächsten
mal.

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Hi,
Thanks very much, I love what you've done - exactly what I had in mind.

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wollte Ihnen nur kurz mitteilen, dass ich mit dem Master sehr
zufrieden bin. Vielen herzlichen Dank und vielleicht bis zum nächsten
mal,


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thank you very much - i'm extremely happy with the result !

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Excellent job! Thanks a lot.

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Wir sind sehr zufrieden mit Ihrer Arbeit und auch die
unproblematische Art und Weise hat uns gut gefallen.
Weiter so. :-)

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thank you! you are awesome!!!

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Hallo Stefan Noltemeyer,

wir haben uns den Song anghört und sind wie immmer begeistert. Im Download-Bereich, finden Sie schon den nächsten Song. Wie immer 2 Files.

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Very good work Stefan, Tanks

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Hey Stefan,

danke für das Mastering, wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das war
jetzt das dritte Mal, dass wir etwas haben mastern lassen und Du warst der
Erste, wo wir mit dem Ergebnis zufrieden waren. Ich denke wir werden Dir in
den nächsten Tagen noch mal was schicken.

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Hi, Thank You for the mastered track, it sounds crazy! We are really
pleased with it, and I think that we are going to work together for a
lot more projects.
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Perfect Work..sounds amazingly open!


and we have appreciate a lot your job (the last album was mastering on
sterling in NY and is better your.....).


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Hallo Stefan,

ich habe das Material bereits erhalten und gründlich angehört. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Danke
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Danke, Herr Noltemeyer, für das sorgfältige Mastering.
Hört sich alles gut an. Gewisse Schwächen im Mix lassen
sich natürlich nicht so leicht kaschieren... Na ja -
werde versuchen daraus zu lernen.

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Thank You for the work done on the tracks, we love them!

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I've already downloaded it and it's a subtle, great work!

Thanx a lot.

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Hi!
Thanks a lot! You're great!! Fantastic job!

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I just write this email to you , to say many thanks for your services & many
thanks for the professional mastering & engineers in your company.
I tried more than 15 mastering studio & spend lots of money to find out the
right studio & your studio is the ONE.

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vielen herzlichen Dank für ihre Arbeit. Perfekt!

Die nächste Aufträge kommen bestimmt.

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Hallo Herr Noltemeyer,
habe mir gerade den Track angehört und muß feststellen:
Ihre Arbeit übertrifft meine kühnsten Erwartungen.!!!
Thank you verry, verry much Stefan for your generosity, you have done a great job with all the songs, and i'm verry shure that when we're gonna make the album you will be the first to know !

More than kind regards
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Hi Stefan,

so very very good work, great mastering.

Thanks

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das Mastering ist wirklich super geworden, nix pumpt oder ist luftdicht,
genial!

Auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit


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ich möchte mich hiermit für das Mastering unserer 5 Songs bedanken.
Super Arbeit - bin mit dem Sound sehr zufrieden...!!!

Immer weiter so...

Montag, 29. Januar 2007

Equalizer-Test

Ich möchte hier meine Erfahrungen mit Equalizern schildern, auf dem Hintergrund des Erwerbs eines Avalon AD 2055. Mir stehen jetzt folgende Eq´s zur Verfügung:

Software EQ,

Emagic 7.2 : Channel EQ, Linear Phase EQ, Match EQ, Fat EQ, Silver EQ, DJ EQ,
UAD Plug Ins: Cambridge EQ, EX-1, Pultec EQ,
Izotope: Ozone 3

Digital Hardware:

EMT 248, Drawmer Masterflow, Tc Finalizser,

Analoge Hardware:

Klein Hummel UE 1000, Tube Tech SMC2B, SPL PassEQ, Avalon AD 2055



Um dem Anspruch des High End Masterings gerecht zu werden, kaufe ich einen Avalon AD 2055 und teste ihn gegen die überwiegend digitalen Eq´s , die bei mir sonst zum Einsatz kommen.

Der Avalon besitzt einen passiven Shelf EQ für Bässe (18 Hz-450 Hz) und Höhen (1.5 KHz -25 KHz). Man kann die Charakteristik dieser Filter auf parametrik EQ umstellen, was das Gerät zusätzlich flexibel macht. Außerdem gibt es zwei aktive Filter mit parametrischen Mitten EQ´s

(35 Hz - 450 Hz und von 160 Hz – 2 KHz). Bei diesen Filtern kann man die Frequenz schaltbar mit 10 multiplizieren. Mit dieser Anordnung kommt man wirklich überall ran und ist super flexibel. Nachteilig ist die Tatsache, dass man links und rechts getrennt regeln muß.

Warum ich dieses Gerät bevorzuge, liegt in der einfachen Bedienbarkeit und natürlich im Klang. Ein Toningenieur dreht viel lieber an richtigen Knöpfen, als das er sich mit der Maus durch ein Menü wühlt. (Soweit zur Bedienung)

Wie beschreibe ich nun den Klang?

Diese Frage wird mich noch häufiger begleiten, denn der Klang eines EQ´s hängt in erster Linie von der Musik ab, die ich zu bearbeiten gedenke- und zwar maßgeblich ! Der EQ an sich klingt erst mal gar nicht (höchstens wenn ich ihn runter schmeisse).

Wenn ich z.B. breitbandig die Höhen anhebe, verstärke ich das, was in dem Song an Höhen passiert. Ob mir das gefällt, was ich höre, hängt viel mehr von dem Inhalt des Songs, als von der Qualität des Equalizers ab. (Es sei denn ich setze ein minderwertiges Gerät ein, das anfängt zu zerren oder rauscht wie „Hulle“ . So etwas gibt es aber heute kaum noch, in der digitalen Welt schon gar nicht).

Um mich dem Thema „Klang-Unterschiede bei EQ´s“ zu nähern, habe ich einige meiner Eq´s einem Vergleichstest unterzogen. Hierzu habe ich einen Titel gewählt, der im Original ziemlich muffig klang. Nun habe ich eine Einstellung gewählt, die bei allen Testkandidaten gleich sein sollte, und zwar „ Hi Shelf bei 4 KHz + 6dB“.

Getestet habe ich:

Cambridge - Universal Audio Plug In
Pultec - Universal Audio Plug In
Izotope – Ozone 3
EMT 248
Channel EQ Emagic 7.2 Plug In
K&H UE 1000
SPL PassEQ
Avalon AD 2055

Ich habe dafür gesorgt, dass bei allen Versuchen der Pegel gleich ist.

Abgehört habe ich über meine Haupt-Monitore als das wären Genelec 1031A mit Subwoofer 1091 A.
Um das Ergebnis Vorweg zu nehmen. Der Avalon hat meine Erwartungen an ihn mehr als erfüllt. Im direkten Vergleich klingen alle digitalen Eq´s mehr oder weniger schwach.
Dabei kam der Isotop noch am besten weg. Enttäuschend waren die UAD´s . Der Cambridge klingt lausig.
Wie beschreibe ich mit Worten, was ich wahrgenommen habe. Der Hauptunterschied besteht darin, dass ich bei einem digitalen Filter vor meinem geistigen Auge eine Rechenleistung höre. 4 KHz + 6dB = ...... Die Höhen sind verstärkt, aber der Klang ist irgendwie geblieben.

Beim Avalon ist das anders. Die Musik beginnt zu leben und präsentiert mir das, was vorher verborgen blieb. Es ist eine reale Bereicherung des Klangs.
Auch die beiden anderen analogen „Kameraden“ kommen hier nicht mit. Beim UE 1000 habe ich das Gefühl, das die Flankensteilheit nicht groß genug ist. Das Klangbild bleibt mit ihm muffig. Der Beim SPL ist es ähnlich. Wenn ich den Verstärkungsfaktor erhöhe, machen sich die Laufzeitunterschiede (Verschiebung der Phasenlage), die bei einem R-C Glied entstehenden bemerkbar.

So freue ich mich jetzt auf die Arbeit mit der ab heute zentralen Soundmaschine Avalon AD 2055. (klingt fast wie´n Werbeslogan).

Das bedeutet nun nicht dass wir bis gestern keinen guten Sound erstellen konnten. Mit dem Eq vom EMT 248 habe ich seit mehr als 10 Jahren ein Werkzeug, mit dem ich sehr gut und präzise arbeiten kann. Außerdem glaube ich dass der wichtigste Faktor, um einen gut klingendes Master zu erstellen, der Operator ist.

Wenn man aber auf dem Weg ist, das technisch maximale zu realisieren, muss man sich richtig strecken. Für die letzten 5 % wird es sehr aufwendig.

Wer dies liest und irgendwelche Anregungen oder Fragen dazu hat, ist herzlich eingeladen mir zu schreiben info@mastering-online.com


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